Mathematik
Im Mathematikunterricht der Grundschule sollen die Schülerinnen und Schüler mathematische Kompetenzen erwerben, die sie in die Lage versetzen, Anforderungssituationen sowohl im Mathematikunterricht als auch in ihrer unmittelbaren Lebensumwelt zunehmend selbstständig zu bewältigen. In den Bildungsstandards für den Mathematikunterricht ist die Entwicklung folgender prozessbezogener Kompetenzen festgelegt:
·Kommunizieren und Argumentieren
·Problemlösen
·Modellieren
Die Entwicklung dieser Kompetenzen kann nur im Zusammenhang mit inhaltsbezogenen Kompetenzen auf der Basis flexibel anwendbaren Grundwissens erfolgen. In folgenden Bereichen sollen
inhaltsbezogene Kompetenzen herausgebildet werden:
·Zahlen und Operationen,
·Größen und Messen
·Raum und Form
·Daten, Häufigkeit und Wahrscheinlichkeit.
Ziel eines kompetenzorientierten Mathematikunterrichts ist das Verständnis und die flexible Anwendung des im Lehrplan und den Bildungsstandards beschriebenen Grundwissens in vielfältigen Zusammenhängen. Dieses Ziel setzt ein motivierendes und handlungsorientiertes Lernangebot voraus, welches entdeckendes Lernen ermöglicht.
Im Zusammenhang mit SINUS an Grundschulen werden als besonderes Lernangebot gute Aufgaben in den Mittelpunkt gestellt:
Aufgaben, die über die reine Ausbildung rechnerischer Routine hinaus, Anlass zum Nachdenken geben und kreative Lösungen erfordern.
Aufgaben, bei deren Bearbeitung es nicht nur um die Ermittlung richtiger Lösungswege sondern vor allem auch um die Diskussion möglicher Lösungswege und um die gemeinsame Fehlersuche geht.
Aber auch der Bereich des Beurteilens und Förderns im Mathematikunterricht wird in den Blick genommen. Die Unterrichtsbeispiele sollen auch dazu anregen, „neue Wege zu einem fördernden, individualisierenden Umgang mit den Leistungen der Kinder“ zu gehen. (Sundemann/Selter: Beurteilen und Fördern im Mathematikunterricht, Cornelsen Verlag 2006,S.9)